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Ihr Einsatz ist gefragt. Über die gesetzlichen Regelungen zur Kostenübernahme hinaus braucht die Hospiz- und Palliativarbeit die Unterstützung aller und ist ohne privates Engagement in Form von ehrenamtlichen oder finanziellen Hilfen nicht denk- und leistbar. Alle gemeinnützig tätigen Einrichtungen in diesem Bereich sind auf Spendengelder angewiesen, um die Begleitung schwerkranker Menschen und ihrer An- und Zugehörigen sicher zu stellen.

 

Ein orientierender Überblick zur Kostenübernahme

 

Grundsätzlich gilt, dass alle Menschen, die von einer unheilbaren, fortschreitenden Erkrankung mit begrenzter Lebenserwartung betroffen sind und eine Hospiz- und Palliativversorgung brauchen, diese auch bekommen: unabhängig von ihren finanziellen Möglichkeiten.

Zur groben Orientierung geben wir nachfolgend einen Überblick zum Stand der finanziellen Regelungen. Genaue Informationen für Ihre konkrete Situation und kompetente, unbürokratische Hilfe bei der organisatorischen Regelung der Kostenfrage bekommen Sie bei den einzelnen Hospiz- und Palliativeinrichtungen und bei Ihrer Kranken- und Pflegekasse.

 

Hospiz- und Palliativversorgung zu Hause

Die Kosten für palliativmedizinische Versorgung durch die Hausärztin/den Hausarzt, niedergelassene Schmerztherapeut/inn/en oder Palliativmediziner/innen übernimmt die Krankenkasse.

Die Kosten für die häusliche palliative Krankenpflege übernimmt die Krankenkasse. Stellt der Medizinische Dienst der Krankenversicherungen (MDK) zusätzlich Pflegebedürftigkeit im Sinne der Pflegeversicherung fest, kommen Leistungen der Pflegekassen hinzu.

Die Kosten für die ärztlich verordnete Spezialisierte Ambulante Palliativversorgung übernimmt die Krankenkasse, mindestens für 7 Tage, nach Beantragung jedoch für die Länge des erforderlichen Zeitraumes.

Beratung und ehrenamtliche Begleitung durch ambulante Hospizdienste bzw. Kinderhospizdienste sind kostenlos für die betroffenen Menschen und Familien. Das gilt auch für die Unterstützungsangebote der Beratungsstellen in diesem Bereich.

 

Hospiz- und Palliativversorgung in einer Einrichtung

Die Kosten für den Aufenthalt auf einer Palliativstation im Krankenhaus übernimmt die Krankenkasse.

Die stationäre Hospizversorgung wird zum größten Teil über Leistungen der Kranken- und Pflegekassen finanziert. Einen festgelegten Prozentsatz der Gesamtkosten muss das Hospiz aus Spendenmitteln selbst aufbringen. Für die Gäste eines Hospizes entstehen seit 01.09.2009 keine Kosten mehr. Für die stationäre Versorgung im Kinderhospiz gilt dies ebenso.